Allgemeine Fakten zum Thema CBD

Mit den Begriffen Cannabis oder Marihuana verbinden die meisten Menschen mit „high“ oder „stoned“ sein. Cannabis wird leider immer noch oft ausschließlich mit einer berauschenden Droge assoziiert, während andere Anwendungsbereiche oft außer acht gelassen werden. Vor allem Cannabisgegner wissen meist nicht, welche sonstigen positive Effekte Cannabis haben kann.

So ist es nicht nur das THC, welches in den Knospen und Blüten der Pflanze enthalten ist und das vorrangig für den High-Effekt verantwortlich ist, sondern vor allem auch das CBD (Cannabidiol), das eine Vielzahl anderer Eigenschaften mit sich bringt: So soll es bei Angststörungen helfen, die Beschwerden von Menschen mit Parkinson lindern oder Akne erfolgreich behandeln können.

Cannabis muss nicht immer zwangsläufig in einem Joint geraucht werden – natürlich kann es auch anderweitig konsumiert werden. CBD ist als Inhaltsstoff vor allem in Form von Cannabidiol-Öl bekannt, welches aus Blüten, Blättern und Stielen der Hanfpflanze gewonnen wird. Viele Sorten Nutzhanf  enthalten so gut wie gar kein THC – selbst wenn man diese rauchen würde, würde man von davon nicht „high“. Die psychoaktiven Cannabinoide THC sind wenn überhaupt nur in winzigen Mengen in der Nutzhanfpflanze zu finden. Somit kann CBD-Öl wunderbar in den Alltag integriert werden und regelmäßig guten Gewissens konsumiert werden. Das Beste: Es ist bereits heute legal. Viele Konsumgüter sind bereits mit CBD erhältlich.

CBD und unsere Gesundheit

CBD wirkt auf unseren Organismus nicht psychoaktiv. Es wird daher heute eher ergänzend zu medizinischen Zwecken eingesetzt als Kombinationen mit THC und anderen Cannabinoiden. Es wird sogar bereits als antipsychotisches Mittel verwendet. CBD-Arzneimittel haben es allerdings immer noch schwer, sich als natürliches Arzneimittel gegenüber den herkömmlichen Pharmaka durchzusetzen, denn zum einen durchlaufen die Genehmigungen für solche Medikamente einen langwierigen Prozess, zum anderen sind die Vorbehalte gegenüber der Effektivität der Wirkung immer noch immens. Zukünftig möchte man mit CBD vor allem Kinder mit Epilepsie behandeln können. Auch soll CBD die Qualität des Schlafes verbessern können. Patienten mit Angstzuständen kann damit in bestimmten Fällen ebenfalls geholfen werden. CBD hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann daher bei Erkrankugen im Magen-Darm-Trakt symptomlindernd wirken. So können bspw. Menschen mit Reizdarmsyndrom oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen von CBD profitieren.

Wirkweise von CBD

Durch die Einnahme von CBD wird der Konsument nicht „high“. CBD kann sogar die Wirkung von THC abschwächen und somit den „High-Effekt“ reduzieren. Das CBD wechselwirkt mit dem Endocannabinoid-System im Körper und reagiert dort auf ganz unterschiedliche Art und Weise.
THC stimuliert die CB1- und CB2-Rezeptoren direkt, CBD hingegen nicht. CBD dockt an anderen Rezeptoren an. Beispielhaft kann man die Vanilloid-, die Adenosin- und die Serotonin-Rezeptoren nennen. Vannilloid-Rezeptoren sind für die Wahrnehmung von Schmerz in unserem Körper verantwortlich. Auch regulieren sie die Temperatur in unserem Körper und reagieren auf Entzündungen. Die Adenosin-Rezeptoren sind für den Blutfluss zuständig und können diesen reduzieren. Serotonin-Rezeptoren beeinflussen maßgeblich unsere Laune (gute/schlechte Stimmung). Vollständig sicher ist sich die Forschung zu der genauen Wirkweise von CBD jedoch nicht, sodass hier noch weitere Forschung und Studien notwendig sind. Noch heute entdecken wir ständig neue Wechselwirkungen zwischen CBD und dem Metabilusmus des Körpers.

Wer kann von CBD profitieren?

Da CBD in Deutschland legal erhältlich ist, kann es schnell und ohne Umwege von Patienten zur Behandlung spezieller Symptome eingesetzt werden. Außerdem kann das Öl auch täglich als Nahrungsergänzung verwendet werden. CBD kann sich positiv auf deine allgemeine Stimmung und die Qualität Deines Schlafes auswirken. CBD kann verdampft aufgenommen werden oder aber oral bspw. über Kapseln, Öl oder Tee.

Zu Risiken und Nebenwirkungen von CBD

Grundsätzlich steht einer Einnahme von CBD nichts im Wege, da kaum schwere Nebenwirkungen von CBD bekannt sind. Allerdings können noch vom Anbau der Pflanzen Giftstoffe und Pestizide in den Pflanzenextrakten/Ölen enthalten sein. Wer hier auf  Herkunft und biologische/organische Herstellung achtet, sollte damit jedoch keine Probleme haben.

Wie erwähnt, gibt es keine bekannten toxischen Nebenwirkungen. Dennoch ist eine Konsultation beim Arzt vorab dringend zu empfehlen. Im besten Fall hat der Arzt bereits mit CBD gearbeitet, um die beste Einnahmeempfehlung zu geben. Eine wohl bekannte Nebenwirkung kann eine verminderte Speichelproduktion bzw. ein  trockener Mund sein. Sehr hohe Dosen von CBD können bestimmte Enzyme verändern oder auch die Wirkweise anderer Medikamente beeinflussen – von daher ist unbedingt die Einstellung von CBD in Kombination mit anderen Pharmaka mit dem behandelnden Arzt abzusprechen.
CBD hat erwiesener Maßen sehr viele Vorteile. Wir müssen uns von dem Denken verabschieden, dass Cannabis ausschließlich eine berauschende Droge ist. Es ist nichts Verwerfliches daran, wenn du dir Hanföl kaufst und es ist ebenso nichts Schlimmes dabei, wenn du nachmittags einige Hanfsamen als Proteinquelle isst. Das alles macht dich noch lange nicht zu einem Drogendealer oder Junki.

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1 Kommentare

  1. Ulla Werdath

    Ich bin schwerstkrank – Bauchspeicheldrüsenkrebs unheilbar – und leide ständig unter Schmerzen, Übelkeit, Müdigkeit u.s.w, deshalb meine Frage: wo bekomme ich dieses Cannabis ?? Ich war bereits bei einem Schmerztherapeuten der mir L-Polamidon-Tropfen verschrieben hat, die mir zwar die Schmerzen teilweise erleichtert haben, aber den ganzen Tag hatte ich einen Brummschädel der mich nicht mehr denken ließ. Jetzt wurde ich umgestellt auf Targin 20/10, was die Schmerzen kaum eindämmt, aber vor allem Durchfall erzeugt. Bitte sagen Sie mir Bescheid.
    Mit freundlichen Grüßen Ulla Werdath

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